Die Brotsuppe

Brotsuppe ist ein sogenanntes Arme-Leute-Essen, jedoch ein appetitliches schmackhaftes Gericht, das man extrem einfach mit dem zubereiten kann, was man im Haus hat. In der Küche sollte man nichts wegwerfen, und wie unsere Großmütter sagen, ist es eine Schande Brot wegzuschmeißen.
Die Brotsuppe ist wirklich eine Speise aus anderen Zeiten. Es handelt sich dabei um eine Suppe aus altbackenem Brot zubereitet mit drei Grundzutaten, und zwar: hartes Brot, verschiedene Gemüsesorten und Wasser. Die Brotsuppe weist uns also einen Weg, um das alt gewordene Brot wiederzuverwenden
Dank ihrer Konsistenz und der geringen Anzahl an Zutaten sowie der daraus folgenden guten Verdaulichkeit war es eine Speise, die besonders den kleinen Kindern und den alten Menschen serviert wurde. Die lange Kochzeit des Brotes im Wasser verändert dabei die Konsistenz des Brotes von hart zu cremig.

Zutaten (Mengenangaben für vier Personen)

• 800 g hartes Brot
• eine Mischung aus Gemüse gekocht in einem Liter Wasse
• 60 g Olivenöl (extravergine)
• Pfeffer nach Bedarf
• rohe Zwiebel
• Salz
• wilder Fenchel

Zubereitung
Man gieße ca. einen Liter Wasser in einen Topf und bringe es zum Kochen. Nun füge man das Gemüse und den wilden Fenchel hinzu. Nach ca. 20 Minuten gebe man das in Stücke zerkleinerte oder in Scheiben geschnittene Brot hinzu und lasse es für weitere fünf bis sechs Minuten kochen. Anschließend richte man alles auf Tellern an und füge etwas Olivenöl hinzu.

Varianten
Man kann die Brotsuppe auch in Gemüsebrühe anstatt in Wasser kochen. Man kann jegliche Art von Brot verwenden. Wenn man toskanisches Brot ohne Salz benutzt, muss man am Ende jedoch etwas Salz hinzufügen.

Die lombardische Brotsuppe bereitet man, vornehmlich in Mailand und Bergamo, zu, indem man die Gemüsebrühe mit einem Stück Butter und etwas Salbei zum Kochen bringt. Dann fügt man das harte in Stücke zerteilte Brot hinzu und kocht alles für 15 Minuten. Am Ende gibt man noch einen Hauch geriebenen Parmesan dazu. Die lombardische Brotsuppe sieht vor, dass das Brot in der Gemüsebrühe eingeweicht wird, und sobald es durchnässt ist, mit den Fetten und dem aromatischen Gemüse bis zum Siedepunkt gekocht wird

Die römische Brotsuppe bereitet man dagegen so zu, dass man Knoblauch mit Tomaten anröstet und dann Wasser hinzufügt. Nach einigen Minuten wird das zerbrochene harte Brot dazugegeben und alles für ca. eine halbe Stunde gekocht. Schließlich wird die Suppe mit einer Spur Olivenöl (extravergine), schwarzem Pfeffer und römischem Pecorino serviert

Für die toskanische Brotsuppe werden Gewürzkräuter und Gemüse als Basis angebraten, wie zum Beispiel Tomaten, danach werden sie mit Flüssigkeit, Wasser oder Gemüsebrühe abgelöscht und für 10 Minuten gekocht. Dem Ganzen wird dann das Brot hinzugefügt.

Die römische und die kalabrische Brotsuppe sehen vor, dass alle Zutaten, Gemüsebasis (Tomaten) und Gewürzkräuter (Basilikum, Knoblauch, Pecorino und Gewürze), Brot, Gemüsebrühe oder Wasser von Anfang an zusammen für ungefähr 30 Minuten gekocht werden. Zur kalabrischen Brotsuppe werden außerdem scharfe Peperoni hinzugefügt.

Die Brotsuppe Apuliens verlangt, dass die Gemüsebasis aus Tomaten, Kartoffeln, Zucchini und dem Grün vom Kohlrabi in der Flüssigkeit gekocht werden, zu der man später das Brot hinzufügt. Die Gewürzkräuter dagegen werden extra geröstet. Sie werden erst, wenn die Suppe serviert wird, hinzugegeben.

Die Brotsuppe von Torremaggiore (einer Gemeinde der Tavoliere Anhöhe in der Provinz Foggia) wird nach der örtlichen Tradition so zubereitet: Das Gemüse wie etwa der Mangold, der Kohlrabi, der Wirsing, die Kartoffeln und die Zucchini werden mit der Zugabe von Knoblauchzehen aufgekocht. Nach dem Aufkochen wird das harte Brot hinzugefügt. Am Ende der Kochzeit gießt man die Flüssigkeit ab und serviert alles mit kaltgepresstem Olivenöl. Dies ist ein typisches Rezept aus der Gemeinde Torremaggiore.

Konservierung Die Brotsuppe kann man im Kühlschrank für drei Tage aufbewahren, aber es wird empfohlen sie lieber sofort zu genießen.

Kuriosität

Immer wieder auftauchende Berichte in den Büchern des Franziskanerklosters von Lequile im Salento bestätigen, dass Giuseppe Garibaldi, in diesem Kloster eine ebensolche Brotsuppe aß, wie man sie mittellosen Wanderern anbot, nachdem er sich im Anschluss an ein geheimes Treffen mit antibourbonischen Verschwörern in der Nähe von San Cesario di Lecce aufhielt.

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