Die neuen Food-Trends: schnell, proteinreich, nachhaltig

Mailand. Dem „Coop-Bericht 2019 über Wirtschaft, Konsum und Lebensstil der Italiener“, präsentiert vom Forschungsbüro von Ancc-Coop (Nationaler Verband der Konsumgenossenschaften) in wissenschaftlicher Zusammenarbeit mit Nomisma, dem Analyse-Support von Nielsen, ergänzt um Beiträgen und Daten namhafter Institute (Demos, Gfk, GS1-Osservatorio Immagino, Iplc Italia, Iri Information Resources, Mediobanca Ufficio Studi, Npd, Pwc, Tetra Pak Italia), der sich mit der wirtschaftlichen Situation des Landes, den Gewohnheiten und Möglichkeiten der Italiener in den zentralen Lebensbereichen befasst, liefert auch aussagekräftige Daten zum Lebensmittelkonsum.

Die wichtigsten Trends beim Ernährungsthema vorweggenommen: Beim Essen, das in Italien bekanntlich eine wichtige Rolle spielt, soll es möglichst schnell, proteinreich und nachhaltig zugehen, Produkten mit 100 Prozentigem italienischen Ursprung wird mehr vertraut. Das heißt konkret, dass die Italiener im Vergleich zu 2008 heutzutage, weniger kochen, mehr außer Haus essen oder essen bestellen, wobei Sushi inzwischen eines der beliebtesten Take-Away Speisen ist, und wieder mehr Fleisch essen, denn Proteine sind In. Beim Einkaufen spielen jedoch auch ökologische Aspekte eine Rolle, Nachhaltigkeit ist den Italienern auch beim Einkaufen wichtig, es werden bevorzugt regional produzierte Produkte gekauft.

Schnell: Es wird weniger gekocht und mehr bestellt, Sushi immer beliebter.

Der Coop-Bericht 2019 befasst sich mit der wirtschaftlichen Situation des Landes, den Gewohnheiten und Möglichkeiten der Italiener und gibt dabei auch Aufschluss über die Einkaufs- und Ernährungsgewohnheiten der Italiener. Die neuen Lebensmitteltrends in Schlagworten zusammengefasst: schnell, proteinreich und nachhaltig.

Wie der Bericht deutlich zeigt, arbeiten die Italiener immer mehr und widmen sich immer weniger dem Kochen. Der immer stressige Lebensstil wird als eine Ursache des Anstiegs der Ausgaben für die Außer-Haus-Verpflegung, der im Jahr 2018 auf 83 Milliarden Euro anstieg, herangezogen. Essen außer Haus oder per Bestellung nach Hause geliefert erfreut sich wachsender Beliebtheit und dies vor allem, weil dann, wie 30 Prozent der Befragten angeben, nicht mehr gekocht werden muss.
In 20 Jahren haben wir die tägliche Kochzeit halbiert, denn während 2008 in italienischen Haushalten noch eine Stunde täglich gekocht wurde, heute widmen wir uns der Zubereitung von Essen heute nur noch 37 Minuten.

Der Anteil von „Essen außer Haus“ stieg im Vergleich zu den Daten von 2008 von 32,7 auf 36 Prozent. Die Lebensmittellieferung, die mittlerweile von 26 Prozent der Italiener genutzt wird, erlebt eine Zeit des absoluten Booms (davon bestellen 7 Prozent per App und 19 Prozent telefonisch)und auch beim Einkaufen im Supermarkt gewinnt Instant Food (+ 9,3% in einem Jahr). Doch auch, wenn wir zu Hause essen, bevorzugen wir immer mehr Fertiggerichte oder Schnellimbisse.

Hier steht Sushi ganz oben auf der Liste der beliebtesten Produkte, 42 Prozent der Italiener geben an, regelmäßig Sushi zu kaufen. So richten auch Supermärkte und SB-Warenhäuser immer öfter eine Sushi-Ecke ein, logisch, wenn 7 Prozent der Italiener angeben, mindestens einmal pro Woche oder mehr Sushi zu kaufen und immerhin 17 Prozent mindestens alle 15 Tage, nur 13 Prozent der Befragten mögen kein Sushi und schließen aus, dass die japanische Spezialität in ihrem Einkaufskorb landet.
Kochen darf nicht viel Zeit kosten, dies zeigt eine der bemerkenswertesten Zahlen im Bericht. Demnach hat der Umsatz von elektrischen Schnell- gar bzw. -kochtöpfen in den ersten 7 Monaten des Jahres um phänomenale 72,8 Prozent zugenommen.

In dieser gastronomischen Revolution werden Snacks (egal, ob süß oder herzhaft, beide Produktkategorien wachsen im zweistelligen Bereich) dem klassischen Konzept der zu Hause zubereiteten Zwischenmahlzeit vorgezogen. Obst und Gemüse wird besser verkauft, wenn es bereits verpackt ist, Riegel, die Mahlzeiten ersetzen, sind genauso beliebt, wie Fertiggerichte aller Art.

Schaumwein und Proteine

Italiener lieben Bubbles. Die Verkäufe von Prosecco und Sekt verzeichneten 2018 ebenfalls ein starkes Wachstum. Dazu hält der Bierboom weiter an. 7 Millionen Hektolitern “blonder” Getränke wurden im ersten Halbjahr 2019 getrunken. Neuer ist der Boom bei aromatisiertem Wasser, die den Markt in den USA bereits dominieren und einen Wertzuwachs von + 164,7 verzeichnen, bei gleichzeitigem Rückgang bei kohlensäurehaltigen Erfrischungsgetränken. Ein weiteres unverkennbares Zeichen für den anhaltend gesunden Trend.

Ein wichtiges Augenmerk gilt dem Kauf von Ballaststoffen und Proteinen durch Italiener (im Jahr 2018 wird bei Google das Wort Protein mit 64 Millionen Suchanfragen in Verbindung gebracht) – Proteine sind in, Fette und Kohlenhydrate werden hingegen zunehmend gemieden.

Obwohl die Italiener in Bezug auf Umwelt- und Nachhaltigkeitsprobleme sensibilisiert sind, wurde 2018 ein Anstieg des Fleischabsatzes um 3,5 Prozentpunkte verzeichnet- mehr als in jedem anderen EU Land- ein Lebensmittel, das aufgrund der Produktionsmethode nicht umweltfreundlich ist. 2019 kehren die Bewohner des Belpaese nach einem Einbruch im Fleischkonsum, der in Zusammenhang mit einer Warnung der WHO über die mögliche krebserzeugende Komponente von rotem Fleisch stehen soll, zum Fleischessen zurück. Eine weitere Erklärungen für die wiederaufflammende Fleischesfreude könnte auch in der großen Beliebtheit von Diäten und Hyperprotein-Diäten liegen, die einen hohen Fleischkonsum erfordern. Im Gegensatz hierzu mussten vegane Produkte im Jahr 2018 einen Rückgang von 5 Prozent hinnehmen.

Nachhaltig und lokal: Made in Italy wird bevorzugt

Ökologische Überlegungen spielen auch beim Lebensmitteleinkauf eine Rolle, so geben 61 Prozent der Verbraucher an, ihre Kaufgewohnheiten ändern zu wollen, um die Umweltbelastungen zu verringern. Auch Extrasteuern auf Plastikverpackungen werden von den Befragten durchaus begrüßt. Made in Italy ist auch beim Einkaufen eines der Schlüsselthemen, 78 Prozent der Verbraucher sind durch einen 100prozentigen italienischen Ursprung beruhigt, was sich auch im Absatz von italienischen Produkten bemerkbar macht, der im Zeitraum von einem Jahr, von 2018 bis 2017, um +4,8 Prozent. Sicherheit ist gerade bei Lebensmitteln auch am Tisch das Erfolgsrezept.

Italianness ist in der Tat das andere Schlüsselthema, 78% der Verbraucher sind zu 100% italienischen Ursprungs und diese Produkte wachsen in einem Jahr um + 4,8% (2018 gegenüber 2017). Sicherheit ist auch am Tisch das entscheidende Wort.

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