Mittagspause in Italien

Pasta von zu Hause, Sushi oder Firmenkantine?

Praktisch, lecker und gesund soll es sein, das Essen in der italienischen Mittagspause, für die durchschnittlich 40 Minuten zur Verfügung stehen. Dies geht aus einer Untersuchung des Meinungsforschungsinstituts Nomisma im Auftrag von CIRFOOD, einem Anbieter für Firmencatering, hervor, in deren Zuge die Mittagspause von 1200 Studenten und Arbeitnehmern zwischen 18 und 55 Jahren unter die Lupe genommen wurde.

CIRFOOD ist ein Unternehmen, das auf die Verpflegung in Unternehmen spezialisiert ist und folgerichtig ein Interesse daran hat, zu erfahren, wie Arbeitnehmer ihre Mittagspause gestalten, was sie wo essen möchten, wie viel Zeit sie zur Verfügung haben und natürlich auch wie viel Geld. Um dies herauszufinden, wurden 1200 Studenten und Arbeitnehmern zwischen 18 und 55 Jahren, die ihre Mittagspause mindestens zwei- oder dreimal pro Woche außerhalb des Hauses verbringen, befragt.

Einer der Faktoren, die die Mittagspause für Studenten und Arbeiter in Italien am meisten bestimmen, ist die Zeit. Aus den vorliegenden Daten geht hervor, dass die Mittagspause in der Regel nicht länger als 40 Minuten dauert. 49% der Arbeitnehmer und 52% der befragten Studenten geben an, 30 bis 40 Minuten für die Mittagspause aufzuwenden, während 21% der Arbeitnehmer und 19% von Studenten sagen, dass sie weniger als 20 Minuten für diese Tageszeit reservieren. Während für die Dauer der Mittagspause bei Angestellten und Studenten zusammengefasst festgehalten werden kann, dass durchschnittlich 30 bis 40 Minuten zur Verfügung stehen, gehen die Antworten zum Ort der Mittagspause weiter auseinander.

Ein guter Teil der Arbeitnehmer (43%) isst mindestens zwei- oder dreimal pro Woche im Büro, ein weiterer erheblicher Prozentsatz (45%) kehrt nach Hause zurück, während 35% ins Betriebsrestaurant gehen. Die meisten Studenten geben an, dass sie hauptsächlich zu Hause zu Mittag essen (75%), wobei 70% der Befragten angaben ihre Mittagspause zwei- oder dreimal pro Woche an der Universität zu verbringen.
Wer für die Mittagspause nicht nach Hause geht, bevorzugt, aus Zeitgründen, einen Ort in der Nähe des Arbeitsplatzes bzw. der Universität, 16% der Arbeitnehmer und 22% der befragten Studenten geben an, dass die schnelle Erreichbarkeit das wichtigste Kriterium ist. Es muss nah sein, schnell gehen und sollte schmecken. Anders als gedacht, spielen wirtschaftliche Faktoren bei der Auswahl des Pausenlokals eine untergeordnete Rolle.
Wenn es am Arbeitsplatz bzw. auf der Universität keine Möglichkeit gibt ein Firmen- bzw. Universitätsrestaurant zu nutzen, nehmen 78% der Schüler und 65% der Arbeitnehmer ein zu Hause zubereitetes Essen mit, wobei fast die Hälfte der Befragten (53 % der Studenten und 52% der Arbeitnehmer) angibt, Snacks wie Fertiggerichten bzw. Suppen, Salate und Sandwiches zu bevorzugen. Insbesondere bei den Arbeitnehmern besteht auch die Tendenz, Mahlzeiten online zu bestellen und liefern zu lassen.

Was den Essensstil anbelangt, so dominieren im Allgemeinen gesunde und leichte Gerichte, insbesondere aus der traditionellen italienischen Küche. Gesunde Ernährung in der Mittagspause spielt für viele eine Rolle, 32% der Studenten gaben an, in den letzten 6 Monaten natürliche und biologische Lebensmittel zu bevorzugen, 31% Gerichte mit einem reduzierten Fettgehalt und 23% Menüs mit einem hohen Proteingehalt. Gesundheit und Wohlbefinden spielt auch bei den Arbeitnehmern eine Rolle: 38% haben sich leichten Gerichten zugewandt, 34% natürlichen oder biologischen Menüs und 23% bevorzugen kalorienarme Alternativen.

Und wenn von über 90% der Befragten in beiden Kategorien die italienische Küche am meisten nachgefragt wird, gefolgt von der typischen regionalen, gibt es auch Raum für Mahlzeiten aus anderen Ländern. Ganz oben auf der Liste finden sich die japanische und chinesische Küche, gefolgt von griechischer und lateinamerikanischer Küche.
Ein genauerer Blick auf die Vorlieben bei „exotischen“ Nahrungsmitteln zeigt, dass sich die Verwendung von Gewürzen wie Kurkuma, Curry und Kreuzkümmel für den Heim- und Fernkonsum verbreitet. Hier zeichnet sich eine Erweiterung ab, die auch für andere Zutaten wie Ingwer, Avocado, Couscous und Quinoa gilt, die inzwischen einen festen Platz im Nahrungsmittelrepertoire haben. Die Verwendung von sogenannten “Superfoods”, am bekanntesten und beliebtesten sind hier Preiselbeeren, Chiasamen und Goji-Beeren, ist weniger verbreitet, insbesondere aufgrund der geringen Kenntnis dieser Produkte und ihrer potenziellen Vorteile für die Verbraucher.

Die Untersuchung konzentrierte sich dann auf das Thema Corporate Catering, mit dem Ziel zu verstehen, ob die heute verfügbaren Angebote mit den Wünschen derjenigen übereinstimmen, die sie nutzen. Die Ergebnisse sind recht positiv: 67% der Befragten gaben an, mit der Betriebsverpflegung zufrieden zu sein. Positives Feedback auch zu einzelnen Aspekten des Services, hier passen sowohl der Geschmack (70%), als auch die Vielfalt der Speisekarte (64%). Die Ergebnisse der Umfrage zeigen, dass diejenigen, die Zugang zu diesem Service haben, das sind 35% der Befragten, wichtige Nachhaltigkeitselemente wie die Rückverfolgbarkeit von Rohstoffen, die Verwendung von Bio- und Null-Kilometer-Rohstoffen eine Rolle spielen.

Lecker, günstig und schnell: Dies sind die ersten drei Adjektive, mit denen die Befragten ihre perfekte Mittagspause beschrieben. Italienisches Essen wird bevorzugt, wobei auch die Kochkultur anderer Länder geschätzt wird und sich der Speiseplan um Produkte wie Avocado, Couscous und Quinoa oder Gewürze wie Kurkuma und Ingwer erweitert hat. Es fällt auf, dass auch und gerade beim Mittagessen immer mehr darauf geachtet wird, was gegessen wird, die Kriterien fettarm, biologisch und proteinreich werden am häufigsten genannt.

Betriebsrestaurants werden, wenn vorhanden, als gut bewertet. Die Bewertungen fallen umso besser aus, je mehr sich der Aufenthalt dort eher wie in einem Restaurant, als einer Kantine gestaltet. Denn, und dies gilt nicht nur für die italienische Mittagspause, ein Essen wird als angenehmer und wohlschmeckender empfunden, wenn es in einer schönen Umgebung eingenommen wird.

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