SEBASTIÃO SALGADO | Exodus.

Travelling the Roads of Migrations in der Fondazione Pistoia Musei

Pistoia/TOSKANA. Pistoia, Hauptstadt der gleichnamigen Provinz in der Toskana, etwa 35 Kilometer von Florenz entfernt, war im Jahr 2017 Italiens Kulturhauptstadt. Eine Initiative, die eben auch darauf abzielt, nachhaltige Entwicklungen im Kulturangebot der jeweiligen Kulturhauptstadt anzustoßen. Die Fondazione Pistoia Musei und ihr 2017 gestarteter Relaunch kann als eines dieser sehr gelungenen über das Kulturhauptstadtjahr hinauswirkenden Projekte gelten.

Unter des wissenschaftlichen Leitung Philip Rylands (ehemaliger Direktor der Sammlung Peggy Guggenheim, Venedig) wird seither in der Fondazione Pistoia Musei, die über vier Standorte- die Palazzo de’ Rossi, Palazzo Buontalenti, Antico Palazzo dei Vescovi and San Salvatore- im historischen Stadtzentrum verfügt, die Geschichte Pistoias von seinen Anfängen bis zu hin zur visuellen Kultur des 20. Jahrhunderts erzählt. Dabei hat das breit gefächerte Ausstellungsprogramm, das den Einwohnern und Besuchern der Stadt einen Kalender mit vielfältigen und attraktiven kulturellen und künstlerischen Initiativen bietet, einen klar zeitgenössischen Schwerpunkt.

Mit der vergangenen Woche eröffneten Schau „Exodus. Travelling the Roads of Migrations“, des brasilianischen Fotojournalisten Sebastião Salgado, die von Flüchtlingen, ihrem Überlebensinstinkt, ihren Auswanderungen, urbanen Unruhen und den Tragödien, die ganze Kontinente in Unordnung bringen, von Angst und Armut, aber auch von Macht, Würde und Mut erzählt, lädt das Museum die Einwohner und Besucher der Stadt dazu ein, zu einer der gerade in Italien allgegenwärtigen Diskussion, um den Umgang mit Migranten, einen neuen Blickwinkel kennen zu lernen.

Exodus. Travelling the Roads of Migrations

„Heute glaube ich mehr denn je, dass die Menschheit ein Ganzes ist. Es gibt Unterschiede in Farbe, Sprache, Kultur und Gelegenheit, aber die Gefühle und Beziehungen zwischen den Menschen sind alle ähnlich. Wir haben den Schlüssel zur Zukunft der Menschheit in unserer Hand, aber wir müssen die Gegenwart verstehen. Diese Fotos zeigen einen Teil unserer Gegenwart. Wir können es uns nicht leisten, wegzuschauen. “ – Sebastião Salgado.

Seit der vergangener Woche ist in den Palazzo Buontalenti und dem Antico Palazzo dei Vescovi eine Soloaustellung des Fotojournalisten Sebastião Salgado zu sehen. In der von Lélia Wanick Salgado kuratierte Schau „Exodus. Travelling the Roads of Migrations“, die noch bis zum 14. Juni 2020 läuft, erzählt der Künstler anhand einer Sammlung von 180 Fotografien die Geschichte der Zeit, in der wir einige der dramatischen und heldenhaften Momente erlebten, die einzelne Menschen erlebt haben, und wirft eine wichtige, noch zu beantwortende Frage auf: Lassen wir, während wir in die Zukunft gehen, die Menschlichkeit hinter uns?

Der brasilianische Fotograf dokumentiert über viele Jahren Massenmigrationen und macht Momentaufnahmen der Lebensbedingungen von Millionen von Menschen, denen es gelungen ist, alle Verbindungen zu ihren eigenen Wurzeln zu lösen und sich auf die Suche nach anderen Orten zu machen. Fast eine ganze Generation ist vergangen, seit diese Fotografien zum ersten Mal gezeigt wurden, und dennoch hat sich die Welt, die sie darstellen, in vielerlei Hinsicht nicht verändert. Die heutigen Flüchtlinge sind einfach die offensichtlichsten Opfer eines globalen Prozesses, was zeigt, dass alles, was hier auf der Erde geschieht, miteinander verbunden ist, von der wachsenden Kluft zwischen Arm und Reich bis zum demografischen Wachstum, von der Mechanisierung der Landwirtschaft bis zur Zerstörung der Umwelt, vom Klimawandel zum Fanatismus, der politischen Zwecken dient.
Armut, Naturkatastrophen, Gewalt und Kriege zwingen jedes Jahr Millionen von Menschen, ihre Häuser zu verlassen. Sie sind dazu verdammt, in Flüchtlingslagern zu leben, die sich meistens zu kleinen Städte ausdehnen, und all ihre Ersparnisse (und oft ihr eigenes Leben) zu investieren) auf der Suche nach dem Traum eines gelobten Landes.

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