Gesund essen, italienisch essen.

Es mag wie ein Werbeslogan erscheinen, aber es ist die Realität, oder wie der amerikanische Food & Drink Journalist David Infante über Italien schreibt: “Food like here, nowhere else“ (dt. „Wie man hier isst, nirgendwo anders”). Die Überzeugung der Italiener, dass ihr Essen das beste der Welt ist, wird auch durch die Gewissheit gestützt, dass die Mittelmeerdiät der ausgewogensten und gesündesten Ernährung entspricht.

In einem Artikel auf Thrillist, einem der angesehensten Portale für Männer, erklärt der New Yorker Autor Infante sein Konzept von Italien als “Mekka der Welternährung”. Denn in der italienischen Küche seien Gerichte zu finden, die Qualität und Innovation unter Einhaltung von Traditionen verbinden. Das Können der Köche erledige den Rest.

Italien ist weltberühmt für seine Pizza, die wichtigste italienische Erfindung, die Quintessenz von „Casual Street Food“, aber auch das präsenteste Gericht auf den Tischen des ganzen Planeten, das auf jede Art und Weise nachgebildet und in jeder Variation präsentiert wird. Ein weiteres dreifarbiges Produkt ist Pasta, das Kohlenhydrat schlechthin, das sich in unserer Tradition auf die knetenden Hände von Großmüttern bezieht. Im Bel Paese gibt es jedoch in jeder Ecke unterschiedliche Lebensmittel und jede Region hat ihre eigene Tradition. Italien hat ein so vielfältiges gastronomisches Erbe, dass es den Neid eines ganzen Kontinents auf sich zieht. Must-Haves wie Parmigiano Reggiano, Parmaschinken, Trüffel, Olivenöl extra vergine, Balsamico aus Modena, Fiorentina, Chianti, Eis oder Nutella sind nur einige der vielen Referenzen zur italienischen Küche.

In den letzten Jahren haben Unverträglichkeiten, Nahrungsmittelallergien, Trends und ein immer aufmerksamerer Blick für die Gesundheit den Lebensstil und die Einstellung gegenüber der Ernährung vieler verändert.
Es gibt einen deutlichen Unterschied zwischen Allergien und Unverträglichkeiten, auch wenn wir von ihnen hören, als wären sie Synonyme. In Wirklichkeit handelt es sich um zwei sehr unterschiedliche Pathologien, die aufgrund einiger ähnlicher Symptome verwechselt werden können.
Es bleibt ein Bedürfnis, das Viele teilen, auf natürliche Weise “gesund zu essen”, aus zertifizierten Lieferketten, kontrollierten Produktionen, “zurück zum Ursprung“ .
Nicht nur Italiener suchen immer häufiger nach gesunden Lebensmitteln, “ohne” Fett, Zucker, Salz und achten immer mehr auf Herkunft und Zusammensetzung, stellen Fragen an Lebensmittelunternehmen und fordern mehr Informationen und Klarheit.

Laut einer Nielsen-Umfrage zu Ernährung und Gesundheit (Global Health and Ingredient Sentiment), an der 30.000 Personen aus 61 Ländern, darunter Italien, teilnahmen, sind 67 Prozent der Bevölkerung – zwei von drei Italienern – besorgt über die in Lebensmitteln enthaltenen Zusatzstoffe. 55 Prozent möchten auf dem Markt völlig natürliche Produkte finden. Über 70 Prozent möchten die genaue Zusammensetzung des Lebensmittels kennen und bevorzugen Unternehmen, die klar und richtig über die verwendeten Zutaten und Arbeitsprozesse informieren.

Beim Einkauf werden als „echter“ geltende Produkte, solche ohne Zusatzstoffe, bevorzugt. 66 Prozent der Befragten geben an, keine tierischen Produkte zu kaufen, die Antibiotika oder Hormone enthalten, 65 Prozent verzichten auf künstliche Konservierungsmittel, 62 Prozent auf Farbstoffe und 60 Prozent wollen keine Lebensmittel aus gentechnisch veränderten Organismen. Einer von Fünf Italienern würde sich mehr Lebensmittel mit Pflanzenproteinen wünschen, um Fleischgerichte zu ersetzen. Auch wenn sich die hohe Ablehnung von Konservierungsmittel in so hohem Prozentsatz noch nicht im Kaufverhalten niederschlägt, ist eine deutliche Tendenz auszumachen, für bessere Produkte auch mehr Geld auszugeben. So gaben 53 Prozent der Befragten an, bereit zu sein, mehr Geld für gesündere Lebensmittel auszugeben, während 37 Prozent der Gesundheit wegen auf den Geschmack verzichten würden. Wozu der ein oder andere bereits gezwungen wird, 42 Prozent der Italiener ernähren sich mit fettarmen oder fettfreien Lebensmittel, 31 Prozent zuckerfrei und 25 Prozent verzichten auf Salz.

Besorgniserregend ist die Tatsache, dass die Verbraucher heutzutage nicht nur nach allgemein gesünderen Lebensmitteln suchen, sondern dies häufig aufgrund von Selbstdiagnosen tun. Die Umfrage ergab, dass mehr als 23 Prozent der Befragten annehmen, unter allergischen Reaktionen oder Unverträglichkeit gegenüber einem oder mehrerer Lebensmittel, insbesondere Laktose (8%) und Gluten (5%), zu leiden. Wobei der Prozentsatz deutlich höher liegt, als von den Gesundheitsbehörden angenommen.

Bei so viel Unsicherheit und Bedenken, wünschen sich viele Verbraucher Transparenz bei den Lieferketten und Inhaltsstoffen, um sich mit echten Lebensmitteln nach italienischer Tradition gesund und ausgewogen zu ernähren. Dies gilt gerade für Konsumenten, die aufgrund von Erkrankungen auf die so genannten Freefrom Produkte angewiesen sind und oftmals die Erfahrung machen mussten, dass ohne Gluten gleichzusetzen ist, mit sehr fettig oder besonders süß. Schmackhaft, ausgewogen, die italienische Küche in ihrer Vielfalt, kann einen Stoff wie Gluten oder Lactose bei gleichbleibend gutem Geschmack durchaus ersetzen.

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