IAA 2019- eine Automesse in Zeiten der Klimakrise

Frankfurt. Vom 12. bis 22.9.2019 lockt die 68. Internationale Automobil-Ausstellung (IAA) mit 219 Weltpremieren und Ausstellern aus 39 Ländern nach Frankfurt am Main. Doch, und dies ist längst kein Geheimnis mehr, die Automobilhersteller und Technologie Zulieferer haben es zunehmend schwer, die diesjährige Ausgabe der Messe fällt, aufgrund der zahlreichen Absagen internationaler Hersteller, auch räumlich, kleiner aus.

Die IAA schrumpft, wird getitelt und dazu die Liste der Aussteller – von Alpha Romeo bis Volvo- veröffentlicht, die 2019 nicht dabei sind. Der veranstaltende Verband der Automobilindistrie (VDA) regiert und stellt die Messe unter dem Leitmotto „Driving tomorrow“ als „internationale Plattform für die Mobilitätswende“ neu auf. Mit den neu geschaffenen Formaten IAA- Conferences, IAA Exhibition (die klassische Automobilausstellung), IAA Experience ( Outdoor-Parcour, Infotainment Angebote) und IAA Career (hier steht die Automobilindustrie als Arbeitsmarkt im Fokus) wird das Programm der Messe neu strukturiert. Zu den 200 Speakern im Rahmen des neuen Formats, der IAA Conference, zählen unter anderem Virginia Rometty, CEO von IBM, Ole Källenius, CEO von Daimler und der Formel 1 Weltmeister und Greentech -Unternehmer Nico Rosberg, die über die Zukunft der Mobilität referieren.
Zukunftsrelevante Themen, wie die Elektromobilität, die natürlich auch bei der IAA Exhibition eine große Rolle spielt, so wird die Enthüllung des VW ID.3 mit ebenso großer Spannung erwartet wie die des Porsche Tycan, alternative Antriebe, künstliche Intelligenz und eben die Herausforderungen des Klimawandels sollen künftig im Rahmen der IAA, die sich als Dialogplattform positioniert, mehr Raum bekommen.

Das Signal der Messe als Vertreter der Industrie, traditionell nutzen die großen deutschen Automobilhersteller die IAA als Bühne für ihre Produktneuheiten und auch in diesem Jahr sind mit den Ausstellern auch aus der Zulieferindustrie knapp 80 Prozent des deutschen Marktes auf der Messe präsent, ist deutlich oder wie VDA Präsident Bernhard Mattes es in seinem Pressestatement formuliert: „Es geht nicht mehr darum, wie ich von A nach B komme, sondern wie künftige Mobilität unser Zusammenleben verändern kann.“ In seinem Statement reagiert Mattes auch offen auf die Kritiker der Messe, die im Vorfeld Demonstrationen angekündigt haben.

Neben den ernsten Stimmen zur Transformation der Automobilindustrie angesichts der Herausforderungen des Klimaschutzes, der Digitalisierung und Zukunft des automatisierten Fahrens und der globalen Ausrichtung der Autoindustrie in Zeiten von protektionistischer Handelspolitik ist die IAA auch in diesem Jahr, was sie schon immer war, ein riesen Fest für Automobilfans, die hier erstmals die neuesten Neuheiten zu sehen bekommen.

Mit einem Basispreis von ca. 30.000 Euro und einer Reichweite von 330 Kilometern ist der ID.3, den VW auf der IAA erstmals enthüllt, der Hoffnungsträger, dass Elektroautos massentauglich werden. Auf der anderen Seite der Preisskala findet sich der Porsche Taycan – der in Frankfurt ebenfalls erstmals ungetarnt zu sehen sein wird.
Die sechs Marken des VW-Konzerns, der im Vorfeld betont, dass der gesamte Messeauftritt unter dem Schwerpunkt Elektromobilität steht, sind in Halle 3 untergebracht. Während Daimler mit doch deutlich verkleinerter Fläche, mit den Marken Mercedes, Smart, Maybach, EQ und AMG im “Forum” neben der Festhalle zu finden ist, findet sich BMW- auch mit deutlich verringerter Ausstellungsfläche in der Festhalle, ist hier aber mit gleich mehreren Neuheiten, von ganz klein bis ganz groß dabei und zeigt sowohl den neuen 1er mit Frontantrieb, den X1, den 3er Touring, sowie den viertürige Luxus-Sportler 8er Gran Coupé, während Audi unter anderem “die technisch und optisch gründlich überarbeiteten Modelle“ des A4 und Q7 präsentiert.

Die vielen Absagen internationaler Hersteller, die auf eine eigene Standfläche verzichten, bedeutet jedoch nicht, dass gar keine internationalen Marken vertreten sind. Wenn auch Toyota und Nissan abgesagt haben, so halten Honda und Hyundai die Fahnen der asiatischen Autoindustrie hoch, mit Land Rover- mit dem neuen Defender- und Jaguar ist doch der ein oder andere internationale Konzern vertreten- als zweite koreanische Marke ist KIA zumindest im Außengelände, wo Probefahrten angeboten werden, dabei, auch Renault, Dacia und eben Tesla, mit 72 Fahrzeugen, beteiligen sich in diesem Jahr nur im Freigelände. Besucher können hier vom 14. bis 22.09.2019 alle ausgestellten Modelle Probe fahren.

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