Kamelien am Lago Maggiore Blumenzucht und die Kunst des Korbflechtens Wochenende in Verbania

Verbania/Piemont. Dieses Wochenende lockt ein florales Ereignis nach Verbania an das Westufer des Lago Maggiore. Die Gemeinde, nur 15 km von der Schweizer Grenze entfernt, wird am 30. und 31. März zum Schauplatz der 53. Kamelienausstellung, der 53. Mostra della Camelia. Die Ausstellung lockt jedes Jahr tausende Besucher an, um die über 200 meist ungewöhnlichen, seltenen und wenig bekannten Sorten der Pflanze zu entdeckt, die dank der Schönheit ihrer Blüten in verschiedenen Farb -, Form – und Farbnuancen Sammler auf der ganze Welt begeistert. Am Lago Maggiore werden seit 150 Jahren Kamelien kultiviert, der Anbau und die Zucht der auch „italienischen Kerze“ genannten Pflanze haben in der Gegend Tradition. Warum im Begleitprogramm zur Ausstellung auch Führungen in die Gärten umliegender Villen angeboten werden, in deren Parkanlagen seltene Schmückstücke in Blüte stehen. Parallel zur Blumenschau haben die Floristen Korbflechter eingeladen, die in den Tagen der Kamelienshow in der Villa Giulia Workshops anbieten.

Nun gut, wird sich denken, wer eine Kamelie nicht von einer Hortensie unterscheiden kann. Bei den Literturaffinen werden Gedanken an die Kameliendame von Dumas, Alexandre dem Jüngeren, oder eben an Verdis berühmter Oper La Traviata, die auf dem Roman beruht, geweckt. Die Kamelie ist nicht von ungefähr Thema in diesen beiden Werken der Kulturgeschichte. Seit ihrer Einfuhr nach Europa aus Ostasien vor etwa 200 Jahren wird die Kamelie hier kultiviert und erfreute sich besonders an den Fürstenhöfen des 19 Jahrhunderts große Beliebtheit. Züchtungen wie die Pillnitzer Kamelie aus Dresden können im Augenblick in voller Blüte bewundert werden, denn die Kamelie ist eine der ersten Frühlingsboten. In Japan, wo sie ursprünglich beheimatet ist, blüht sie oftmals bereits während noch Schnee liegt- ihre roten Blätter, die Kamelie kommt in den verschiedensten rot, rosa und auch in weiß vor, fielen dann so dramatisch in den weißen Schnee, dass die Blüte oft auch als Symbol für Tod und Vergänglichkeit angesehen wird. Ihre Bedeutung in Europa wo seit dem 19 Jahrhundert gezüchtet wird und über die Fürstenhöfen von Italien über Großbritannien bis hin nach St. Petersburg durchgesetzt hat, steht die Kamelie eher für Eleganz. Liebhaber der in tausenden von Sorten vorkommenden Zierpflanze freuen zwischen Februar und April auf die Kamelienblüte. Sammler und Züchter treffen sich genau jetzt zu den großen Ausstellungen.

Ausgerichtet wird die 53. Mostra della Camelia von der Gemeinde Verbania gemeinsam mit dem italienischen Verband der Kamelienzüchter und dem Consortium „Fiore del Lago Maggiore“. Einer Gruppe von Fachleuten, die eine 150-jährige Produktionstradition betreiben, die für hohe Qualität steht und gleichzeitig die Umwelt respektiert. Denn am piemontesischen Ufer des Lago Maggiore gibt es ideale Bedingungen für den Anbau von Kamelien: feuchtes Klima und saure Böden; und so hat die Kamelie hier eine lange Tradition. Die Veranstaltung ist Piero Hillebrand gewidmet, der durch die jahrelange sorgfältige Arbeit im Familienbetrieb (drei Generationen seit 1882) veranlasste wurde 3.000 Reklassifizierungskarten für die am Lago Maggiore und auch anderswo angebauten Sorten zu erstellen. Ein Teil des Ergebnisses seiner umfangreichen Recherche wurde in den beiden Bänden “Antiche camellie del Lago Maggiore” (mit Foto von Gianbattista Bertolazzi) veröffentlicht.

Anlässlich der Ausstellung, können bei freiem Eintritt die neuesten Züchtungen bewundert und erworben werden, dazu sorgt ein gastronomisches Angebot für das leibliche Wohl der Besucher.
In der Villa Giulia ist eine Ausstellung mit Schnittblumen und Blumenarrangements zu besichtigen, dazu werden Führungen in die botanischen Parks und historischen Gärten der Villen Taranto, Rusconi Clerici, Giuseppina bis zur Villa Anelli in Oggebbio und Isola Madre angeboten, bei denen es Sorten aus dem 19. Jahrhundert zu entdecken gilt (Reservierung erforderlich, Tel. 0323 503249).
Interessant sind auch die angebotenen Motorboot-Touren mit der Botanikerin Carola Lodari, die Geschichten und Kuriositäten über die Gärten und Villen des Sees (zwischen berühmten Gästen von Verga bis D’Annunzio) und das Blumenkonzert des Pop Coro im Park der Villa Giulia erzählt.

Auch in diesem Jahr würdigen die Floristen eine produktive Tradition des mit der Pflanzenwelt verbundenen Territoriums: Die Korbmacherei, die holzige Essenzen wie Kastanien (Castanea sativa), Haselnuss (Corylus avellana) und Weide (Salix-Arten) verwendet, um Körbe, Körbchen und andere Artefakte herzustellen. Junge Handwerker, die das Wissen früherer Generationen am Leben erhalten, die Techniken erlernen und die Geheimnisse der Sammlung und Verarbeitung von Holzessenzen – sind die Initiatoren einer Reihe von Initiativen in der Villa Giulia am 30. und 31. März sein, die im Zusammenhang mit dem Kulturprojekt Comuniterrae www.comuniterrae.it stehen. Am Samstag, den 30 März findet auch das III. Nationalen Symposium der Korbflechter statt, parallel dazu läuft die Ausstellung „Intrecci. Vergangenheit und Gegenwart der Korbmacherei in den Mittelländern “ (Samstag, den 30. bis 17. März). In der Villa Giulia werden rund dreißig Korbmacher aus ganz Italien manuelle Korbherstellungstechniken demonstrieren, ihre Kreationen präsentieren und mit Besuchern Besucherwissen und Geschichten über diese Tätigkeit austauschen. Am Samstag- und Sonntagnachmittag gibt es Workshops für Kinder und Jugendliche, in denen Sie lernen, wie man kleine, miteinander verzierte Dekorationsgegenstände herstellen kann.

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